
MOSKAU, 23. August (RIA Nowosti). Im ersten Halbjahr 2005 seien in Russland über 5 000 Beamte wegen passiver Bestechung festgenommen worden, teilte Sergej Meschtscherjakow, Leiter des Departements für Wirtschaftssicherheit im Innenministerium der Russischen Föderation, am Dienstag bei einem Briefing mit.
"Im selben Zeitraum wurden 3 500 Straffälle vor Gericht gebracht", sagte Meschtscherjakow. Weitere 2 500 Beamte seien wegen Erpressung festgehalten worden.
Meschtscherjakow verwies darauf, dass gerade mit der Korruption des Beamtenapparates die meisten Verbrechen im Bereich der kriminellen Neuaufteilung des Eigentums zusammenhingen.
Wie er betonte, seien gegenwärtig die Ergebnisse des Kampfes gegen die Beamtenkorruption schwerlich als befriedigend zu bezeichnen.
"Die Leute, die sich ertappen lassen, sind kleine oder mittlere Fische, die Aufdeckung der Korruption unter den hohen Beamten dagegen macht nur einen geringen Prozentsatz aus", sagte Meschtscherjakow.
Er versicherte, dass das Innenministerium gegenwärtig entsprechende Anstrengungen in diesem Bereich unternehme. "Vor nicht allzu langer Zeit wurde im Föderalen Bezirk Ural eine Reihe von Kriminalfällen gegen Beamte aus den Ebenen eingeleitet, in denen für ein Butterbrot Lagerstätten und Bohrsonden zugeteilt wurden", sagte Meschtscherjakow.
Eine diesbezügliche Arbeit werde auch in anderen Bezirken geleistet und bilde eine der Prioritäten des Departements für Wirtschaftssicherheit, fügte er hinzu.