
MOSKAU, 14. September (RIA Novosti). Die russischen Inlands- und Auslandsschulden sollen im kommenden Jahr auf 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken.
Der Stabilisierungsfonds würde dabei die Marke von 150 Milliarden US-Dollar überschreiten, sagte der russische Vizepremier Alexander Schukow am Donnerstag auf einer UBS-Konferenz in Moskau.
Im Stabilisierungsfonds speichert Russland Mehreinnahmen aus den Ölexporten, die aufgrund der derzeitig hohen Ölpreise zu verzeichnen sind. Der Fonds soll die russische Wirtschaft vor eventuellen Finanzkrisen schützen.
Die russische Regierung werde den Kurs zum Abbau der Auslandsschulden fortsetzen und dafür Mittel aus dem Stabilisierungsfonds in Anspruch nehmen, teilte Schukow mit. Dabei erinnerte er an die im Sommer erfolgte vorzeitige Schuldentilgung gegenüber dem Pariser Gläubigerclub. Im Gegensatz dazu ließen sich die übrigen Auslandsschulden nicht vorzeitig abtragen, stellte der Vizepremier fest.
Ihm zufolge will Russland die derzeit günstige Konjunktur nutzen, um die Schulden möglichst weitgehend zu tilgen. "Wir verfügen heutzutage über beträchtliche Gold- und Devisenreserven", äußerte Schukow. Auch wolle die Regierung die Deviseneinnahmen für Schuldentilgung nutzen, die zahlreich ins Land fließen.
Laut Plan der russischen Regierung soll die Staatsverschuldung, die Ende 2006 neun Prozent des BIP betragen wird, Ende 2007 auf 8,3 Prozent und 2009 auf 7,5 Prozent des BIP schrumpfen, wobei die Inlandsschulden schon 2008 die Auslandsverschuldung überschreiten sollen.