Wirtschaft
"Nowyje Iswestija": Transnistrien will in die Rubel-Zone
"Russische Experten haben die "Republik-Bank" Transnistriens überprüft und einige Hinweise in Bezug auf deren Arbeit und Transparenz mit auf den Weg gegeben", teilte Transnistriens Präsident Igor Smirnow mit. Fälle von Geldwäsche seien dabei nicht festgestellt worden. Das gesamte Bankensystem "entspricht dem russischen Standard", so der Chef der nicht anerkannten Republik.
"Für die Einführung des Rubels ist keine spezielle Genehmigung Russlands erforderlich", meint Wladimir Scharichin, Vizedirektor des Instituts für die GUS-Länder. "Es geht ja nicht um die Bildung eines zweiten Emissionszentrums. Ein jeder Staat kann den Umsatz einer ausländischen Währung gestatten. Erinnert sei allein an Montenegro, dessen Regierung schon vor einigen Jahren bei sich den Euro in Umlauf gebracht hat."
Dmitri Sorokin, Vizedirektor des Wirtschaftsinstituts der Russischen Wissenschaftsakademie, stellte fest, dass der Rubel in Transnistrien ohnehin längst als Zahlungsmittel gebraucht werde. "Transnistrien hängt wirtschaftlich sehr stark von uns ab", betonte er. "Smirnows Worte haben eher einen erklärenden Charakter. Er wollte damit seine Nähe zu Russland betonen."
Zugleich könnte Russland die in Transnistrien gegründeten Aktiengesellschaften anerkennen und deren Wertpapiere für den Handel an den russischen Effektenbörsen zulassen, sagten Experten. Dies würde den Unternehmen die Möglichkeit bieten, Kredite bei russischen Banken gegen ihre Aktien aufzunehmen.

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