Wirtschaft
Gasprom warnt Weißrussland vor Weigerung, Erhöhung des Gaspreises zu akzeptieren
Das erklärte der offizielle Sprecher des russischen Konzerns, Sergej Kuprijanow, am Montag in einem Interview für RIA Novosti.
„Die weißrussische Seite brachte heute erneut die Bereitschaft zum Ausdruck, russisches Gas nur zu dem Preis zu kaufen, der für das russische Gebiet Smolensk gilt“, teilte er mit und unterstrich, dass der aktuelle russisch-weißrussische Gasvertrag in nur sechs Tagen abläuft.
Gleichzeitig informierte Kuprijanow, dass Weißrussland das letzte Land ist, für das im scheidenden Jahr niedriger Gaspreis (46,68 Dollar pro 1000 Kubikmeter) gültig geblieben ist. Für alle anderen GUS-Staaten wurde der Preis bereits verzwei- oder sogar verdreifacht.
Kürzlich hatte Georgien mehrere Verträge über den Gasimport aus Russland im Jahr 2007 für 235 Dollar pro 1000 Kubikmeter unterzeichnet.
Der Gasprom-Sprecher ergänzte allerdings, dass Weißrussland einen Teil seiner Schulden für die Gaslieferungen mit Geld und den anderen Teil mit den Aktien des Konzerns Beltransgas bezahlen könne.
Seinen Worten zufolge könne Minsk „beispielsweise 80 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas mit Geld und den restlichen Teil mit Wertpapieren bezahlen, damit Gasprom letztendlich 50 Prozent der Beltransgas-Aktien besitzt“.

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