
TIFLIS, 27. Dezember (RIA Novosti). Georgien wird ab 1. Januar 2007 Erdgas aus Russland und Aserbaidschan importieren.
Das teilte der georgische Ministerpräsident, Surab Nogaideli, am Mittwoch in einer Sitzung seines Kabinetts mit.
„Nachdem die technischen Probleme am aserbaidschanischen Vorkommen Schach-Denis gelöst sein werden, werden die Lieferungen des teueren russischen Gases gekürzt“, betonte er.
Finanzminister Alexi Alexischwili informierte seinerseits Journalisten, dass die Unternehmen, die für den Gasimport aus Russland zuständig sind, aus dem nationalen Haushalt Kredite für 99 Millionen Lari (etwa 58 Millionen US-Dollar) erhalten werden.
„Das tun wir, damit der Übergang zum neuen Tarif maximal sanft passiert“, erklärte der hochrangige Beamte.
Der Gasbedarf Georgiens beläuft sich auf etwa zwei Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Am Vertrag über den Import von 1,1 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland sind drei private Unternehmen beteiligt.
Aus Aserbaidschan wird Georgien eine Million Kubikmeter pro Tag erhalten. Außerdem darf es mit dem türkischen Anteil am Vorkommen Schach-Denis rechnen, wenn Ankara darauf verzichten wird. Vor dem Beginn der aserbaidschanischen Lieferungen wird Georgien weiterhin russisches Gas importieren müssen.
Der Preis für das Erdgas aus Aserbaidschan wurde offiziell nicht veröffentlicht. Nach Angaben georgischer Experten wird der Tarif ungefähr 120 Dollar pro 1000 Kubikmeter betragen.
Russland legte den Gaspreis für Georgien in Höhe von 235 Dollar pro 1000 Kubikmeter fest.