Wirtschaft
Geplante Trans-Kaspi-Pipeline schwächt Russlands Monopolstellung - „Nesawissimaja Gaseta“
Die neue transkaspische Route soll 2010 beziehungsweise 2011 in Betrieb genommen werden und soll an Russland vorbei verlaufen. Gleichzeitig werden auch Russlands Positionen bei den Bemühungen geschwächt, die Teilnehmer des Kaspi-Pipeline-Konsortiums (KPK), das derzeit Öl von Kasachstans größtem Vorkommen Tengis zum russischen Hafen Noworossijsk befördert, mehr zahlen zu lassen.
Zu einer Umstellung von Tengischevroil auf die Alternativroute trug unter anderem der Konflikt mit Russlands Behörden (Russland gehören 24 Prozent am KPK) bei, die einer Vergrößerung der KPK-Leistung nur unter der Bedingung einer Steigerung der Transittarife und einer Senkung der Zinssätze für die Kredite zustimmen würden.
Amirchan Amirchanow, stellvertretender Direktor des Amtes für die staatliche Umweltschutzpolitik des russischen Ministeriums für Naturnutzung, äußerte am Donnerstag bereits seine Besorgnis über die „regelmäßig auftauchenden Informationen, laut denen eine Pipeline-Verlegung auf dem Grund des Kaspisees an Russland vorbei geplant sei“.
Experten verweisen auf eine wesentliche Verringerung der Rolle Russlands als Öltransit-Land, falls die neue Trans-Kaspi-Route entstehen sollte. „Kasachstan steigert kontinuierlich seinen Förderumfang, das Defizit der russischen Transportmöglichkeiten würde ohnehin früher oder später zur Diskussion stehen“, stellt Valeri Nesterow, Analyst des Investmentunternehmens Troika-Dialog, fest.

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