MOSKAU, 21. November (RIA Novosti). Die Frage des Arktis-Schelfs muss dem norwegischen Außenminister Jonas Gahr Störe nach auf der Grundlage der UN-Konvention behandelt werden. "Nach unserer Auffassung ist es lebenswichtig, dass die Anrainerstaaten sich weiter von der UN-Konvention leiten lassen. Die Empfehlungen zum Status des Unterwasserrückens des Nördlichen Eismeeres fasst die Kommission für die Grenzen des Kontinentalschelfs", sagte der norwegische Minister in einem Interview mit RIA Novosti. Sollten sich, wie er sagte, "die Ansprüche von Anrainerstaaten überschneiden, so muss über einen Grenzvertrag verhandelt werden". Russland und Norwegen seien die einzigen Staaten, die im Nördlichen Eismeer gemeinsame Grenzen haben und ihre Daten über die Grenzen des Schelfs bei der Kommission eingereicht haben, nahm Störe Stellung zu den Anträgen einiger Länder auf den Lomonossow-Rücken. Er erinnerte daran, dass Russland seine Dokumente 2001 eingereicht hatte, während Norwegen die entsprechenden Informationen im vergangenen Jahr übermittelte. "Der norwegische Kontinentalschelf reicht nicht bis zu den Gebieten, die sich in unmittelbarer Nähe des Nordpols befinden", stellte der Außenminister fest. Anfang August hatte die russische Polarexpedition "Arktis-2007" in einer Rekordtiefe Proben des Meeresbodens genommen. Wenn nachgewiesen wird, dass die unter Wasser liegenden Lomonossow- und Mendelejew-Rücken, die sich bis Grönland hinziehen, geologisch eine Verlängerung des russischen Kontinentalschelfs sind, würde Russland Ansprüche auf ein zusätzliches arktisches Gebiet von 1,2 Millionen Quadratkilometer und auf die Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten im Dreieck Tschukotka - Murmansk - Nordpol geltend machen können. Der ganze Interview mit dem norwegischen Außenminister ist in russischer Sprache auf der Internetseite der RIA Novosti (www.rian.ru) veröffentlicht. weitere Artikel zu diesem Thema
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