Wirtschaft
Iran als Ersatz für Turkmenien bei Nabucco-Projekt gehandelt
Das sagte der neue EU-Botschafter in Aserbaidschan, Alan Waddams, in einem Interview für den aserbaidschanischen Fernsehsender ANS.
Ihm zufolge sagen EU-Vertreter, die sich zu einem Besuch in Turkemnien aufhalten, dass Iran sich an dem Projekt beteiligen könne, wenn die turkmenische Seite abspringt.
Waddams zufolge hat ihm der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow jedoch auf einem Treffen mitgeteilt, sein Land sei bereit, sich am Nabucco-Projekt zu beteiligen.
Durch die Nabucco-Pipeline, die vom Kaspischen Meer über die Türkei nach Österreich gebaut werden soll, sollen laut Plan 20 bis 30 Milliarden Kubikmeter im Jahr transportiert werden. Der Baubeginn ist für 2010 geplant. Der Investitionsbedarf wird auf sieben bis acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Als mögliche Gaslieferer gelten Aserbaidschan, Iran, Turkmenien und seit jüngster Zeit auch Irak.
Die USA unterstützen die Idee irakischer Gaslieferungen nach Europa.
Die Teilnehmer am Bau der Gaspipeline - das österreichische Unternehmen OMV, das ungarische MOL, das bulgarische Bulgargaz, das rumänische Transgaz, das türkische Botas und das deutsche RWE - haben gleiche Anteile von je 16,67 Prozent.

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