Wirtschaft
Moskau und Jerewan suchen gemeinsam nach Uran in Armenien
Am Dienstag haben der Generaldirektor der russischen AG Atomredmetsoloto, Wadim Schiwow, und der armenische Minister für Umweltschutz, Aram Aratjunjan, in Jerewan ein Abkommen über die gemeinsame geologische Erkundung und Gewinnung von Uran und anderen Bodenschätzen auf armenischem Territorium signiert.
Das Abkommen über die Gründung eines Joint Ventures wurde zum ersten Schritt bei der Verwirklichung des Memorandums über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der geologischen Erkundung, Gewinnung und Verarbeitung von Uranerzen sowie des Aktionsplans für 2008. Die beiden Dokumente wurden von der russischen staatlichen Korporation Rosatom und dem armenischen Ministerium für Umweltschutz im Februar 2008 unterschrieben.
"Die russisch-armenische Gesellschaft zur Erkundung und Gewinnung von Uran entsteht auf Paritätsgrundlage und wird innerhalb von drei Monaten registriert werden. Nach der Registrierung wird ihr in Übereinstimmung mit dem Beschluss der Regierung Armeniens vom 4. April 2008 eine Lizenz für die Durchführung von geologischen Erkundungsarbeiten auf dem armenischen Territorium ausgestellt", heißt es in der Pressemitteilung.
"Atomredmetsoloto" und das Staatsunternehmen WNIICHT (russ. Abk. für "Gesamtrussisches Forschungsinstitut für chemische Technologien") einerseits und die armenische staatliche geschlossene Aktiengesellschaft "Geoekonomika" haben ein gemeinsames Programm zur geologischen Erkundung in Armenien ab 2008 ausgearbeitet.
"Das JV rechnet damit, die geologische Erkundung bis Ende dieses Jahres aufzunehmen. Die Erkundungsarbeit wird im Gebiet Sjunik (im Süden von Armenien) erfolgen", heißt es. Nach vorläufigen Prognosen belaufen sich die Uran-Vorräte in Armenien auf mehr als 10 000 Tonnen.
Die "Atomredmetsoloto AG" ist ein Unternehmen der Staatsholding Atomenergoprom (gehört zu Rosatom) und verwaltet alle russischen Uranförderunternehmen, sie setzt auch einige Projekte in Kasachstan um. Das Staatsunternehmen belegt den zweiten Platz in der Welt nach der Menge der Uranvorräte.

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