
NEU DELHI, 30. April (RIA Novosti). Die Gründung einer Organisation der Gas produzierenden Länder würde dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zufolge „die Interessen sowohl der Produzenten als auch der Abnehmer sichern“.
Wie Ahmadinedschad am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Neu Delhi ausführte, ist der iranisch-russische Dialog von großer Bedeutung für die ganze Welt, weil er „die Möglichkeit bieten wird, ein stabiles System der internationalen Sicherheit zu bilden“. „Wir arbeiten mit Russland sehr effektiv auf diesem Gebiet zusammen“, hieß es.
Erstmals war die Idee einer „Gas-OPEC“ vom geistlichen Führer der islamischen Republik Iran, Ayatollah Ali Khamenei, bei einem Treffen mit dem damaligen russischen Sicherheitsratssekretär Igor Iwanow im Januar 2007 unterbreitet worden.
Das heute bereits existierende Forum der Gas exportierenden Länder (Gas Exporting Countries Forum, GECF) hat keine Satzung. Erstmals trat das Forum 2001 in Teheran zusammen. Die ständigen Teilnehmer des Forums sind Algerien, Bolivien, Brunei, Venezuela, Ägypten, Indonesien, Iran, Katar, Libyen, Malaysia, Nigeria, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Russland, Trinidad und Tobago sowie Äquatorialguinea. An einigen Treffen nahm auch Turkmenien teil. Norwegen gilt als Beobachter. Das nächste Forum soll im Juni in Moskau stattfinden.
Der iranische Staatschef war zu Verhandlungen mit der indischen Staatsführung nach Neu Delhi gekommen. Im Mittelpunkt stand dabei der Bau einer Gaspipeline Iran-Pakistan-Indien. Ahmadinedschad wirbt auf seiner derzeitigen Südasien-Reise für das 7,5 Milliarden Dollar teure Pipeline-Projekt.