RIA Novosti

Wirtschaft

Medwedew und Chavez nehmen Energiekooperation unter persönliche Kontrolle

18:57 22/07/2008
BARWICHA (Gebiet Moskau), 22. Juli (RIA Novosti). Die Präsidenten von Russland und Venezuela wollen die Zusammenarbeit im Bereich der Energetik und der Infrastruktur unter ihre persönliche Kontrolle nehmen.

Das sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen seiner Verhandlungen mit Hugo Chavez im Schloss Meiendorf in Barwicha, Gebiet Moskau.

„Wir haben uns nicht nur auf die Unterzeichnung eines Abkommens verständigt, sondern auch vereinbart, die Umsetzung einzelner Projekte, die als Schlüsselvorhaben besonders vorteilhaft und umfangreich sind, unter Kontrolle zu nehmen. Das sind die Kooperation im Erdölbereich und beim Gashandel sowie Infrastruktur-Projekte“, sagte Medwedew.

Ihm zufolge kam auch die Frage des Baus eines Eisenbahnnetzes in Venezuela und auf dem südamerikanischen Kontinent ins Gespräch.

„Das ist eine durchaus sachliche, solide Zusammenarbeit, die auf eine hohe vertragsrechtliche Basis gestellt wird“, so Medwedew.

Zu den signierten Dokumenten sagte der russische Präsident: „Wir haben einander gegenüber sehr solide Möglichkeiten in der Energetik - unsere Staaten sind bedeutende Energieträger-Exporteure.“

„Die jetzt von Gazprom, Lukoil und TNK-BP unterzeichneten Dokumente sollen die Grundlage für ernste, umfassende Investitionen, für die Entwicklung der Zusammenarbeit in allen Richtungen bilden“, sagte Medwedew.

Er äußerte auch, dass sich die Zusammenarbeit beider Länder nicht auf den Energiebereich beschränke. „Wir haben Projekte auf dem Gebiet der Bergbauindustrie, des Maschinenbaus und der Verkehrsinfrastruktur sowie Möglichkeiten für die Schaffung von Projekten im Bereich der ingenieurtechnischen Infrastruktur und der Hochtechnologien erörtert“, sagte Medwedew.

Ihm zufolge werden demnächst Sitzungen der zuständigen Regierungskommission und des russisch-venezolanischen Geschäftsrates durchgeführt.

Der Präsident äußerte die Hoffnung, dass die heute getroffenen Entscheidungen konkretisiert und zusätzliche Beschlüsse gefasst würden, welche für die Umsetzung dieser Großvorhaben notwendig seien.

Laut Medwedew ging es bei den Verhandlungen auch um internationale und regionale Probleme.

„Unsere Beziehungen werden zu einem Schlüsselfaktor der Gewährleistung der regionalen Sicherheit“, so Medwedew. „Wir haben eine gemeinsame Aufgabe: durchsetzen, dass unsere Umwelt gerechter, demokratischer und sicherer wird. Und der Präsident und ich sind bereit, darauf hinzuarbeiten“, sagte der russische Staatschef.

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