Wirtschaft
Gazprom, Iran und Katar planen Mega-Projekt - "Kommersant"
Die drei Partner wollen sich mit jeweils 30 Prozent daran beteiligen, die restlichen zehn Prozent könnte die chinesische CNPC oder die südkoreanische Firma Kogas bekommen, schreibt die Tageszeitung "Kommersant" am Mittwoch.
Das Joint-Venture-Projekt sieht die Errichtung der Förderinfrastruktur auf dem iranischen Ölvorkommen Süd-Pars (geschätzte Vorräte: 14 Billionen Kubikmeter) und die Verlegung einer Pipeline auf dem Grund des Persischen Golfs bis nach Katar vor, wo eine Gasverflüssigungsfabrik gebaut werden soll.
"Der vierte Teilnehmer des Joint Ventures wird je nach Absatzmarkt gewählt", erfuhr die Zeitung bei Gazprom.
Wie das Blatt berichtet, hatte Katar im vergangenen Jahr 38,5 Milliarden Kubikmeter Gas verkauft. Die Hauptabnehmer waren Japan, Südkorea, Indien, Spanien und Belgien. Vor kurzem schloss Katar einen Vertrag mit China über die Lieferung von sieben Millionen Tonnen verflüssigtes Gas im Jahr.
Die Nachfrage nach verflüssigtem Gas wächst derzeit auch in Südkorea. Insofern kommen CNPC bzw. Kogas als möglicher vierter Teilnehmer in Frage.
Das Projekt wird auf mindestens vier Milliarden US-Dollar geschätzt.
Auf Russland, Iran und Katar entfallen rund 60 Prozent der globalen Erdgasvorräte. Am Mittwoch soll in Doha (Katar) die erste Sitzung des Obersten Technischen Komitees der "Gas-Troika" stattfinden, deren Bildung Ende Oktober verkündet wurde. Zum Vorsitzenden des Komitees wurde Sayed Reza Kazaizade, geschäftsführender Direktor der National Iranian Gas Export Company (NIGEC, Tochterunternehmen der National Iranian Gas Company), gewählt.

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