
MOSKAU, 26. November (RIA Novosti). Aktionäre des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (KPK) wollen am 17. Dezember ein Memorandum zur Erweiterung des Pipeline-Systems unterzeichnen.
Das teilte das Konsortium am Mittwoch in Moskau mit. In einer Aktionärsversammlung am 25./26. November wurde auch der Haushalt des Konsortiums für 2009 bestätigt und ein neuer 16-köpfiger Aufsichtsrat gewählt.
Das KPK-Konsortium wurde für den Transport von kasachischem und russischem Rohöl zu Umschlagsterminals an der Schwarzmeerküste gegründet. Das Pipeline-System ging im Oktober 2001 in Betrieb und hat gegenwärtig eine Durchsatzkapazität von etwa 30 Millionen Tonnen Öl im Jahr.
Der russische Anteil am KPK (24 Prozent) wird treuhänderisch vom Pipelinebetreiber Transneft verwaltet. Bis Ende November soll Russland die Übernahme eines siebenprozentigen Anteils Omans unter Dach und Fach bringen.
Zu den anderen Aktionären zählen Kasachstan (19 Prozent), Rosneft-Shell Caspian Ventures Limited (7,5 Prozent), Chevron Caspian Pipeline Consortium Company (15,0 Prozent), LUKARCO B.V. (12,5 Prozent), Mobil Caspian Pipeine Company (7,5 Prozent), BG Overseas Holding Limited (2,0 Prozent), Agip International N.V. (2,0 Prozent), Kazakhstan Pipeline Venture LLC (1,75 Prozent) und Oryx Caspian Pipeline LLC (1,75 Prozent).
Nach inoffiziellen Informationen will sich British Petroleum (BP) von seinen Anteilen an zwei Gemeinschaftsunternehmen mit LUKoil und KazMunaiGaz trennen. Es handelt sich um 49 Prozent der Anteile an LUKARCO und 19 Prozent der Anteile an Kazakhstan Pipeline Ventures. BP bot LUKoil an, die beiden Anteile für 2,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. LUKoil bezeichnet den Preis aber zu hoch.