Wirtschaft
Indien will Gazprom in Bau von transafghanischer Gaspipeline einbeziehen
Am Donnerstag beginnt ein offizieller Besuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Indien. Laut dem Gesprächspartner der Agentur schließt die indische Seite eine mögliche Einbeziehung Russlands, das neben Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan ein Gaslieferant ist, in das Projekt nicht aus.
Die Verlegung der TAPI-Gasleitung wird von der Asiatischen Entwicklungsbank unterstützt. Die Rohrleitung wird voraussichtlich fast 1700 Kilometer lang sein. Im Vergleich zur Gaspipeline Iran-Pakistan-Indien (IPI) erscheint TAPI der indischen Seite vom wirtschaftlichen Standpunkt günstiger und vorteilhafter. Nicht minder wichtig ist auch, dass TAPI im Gegensatz zur IPI keiner geopolitischen „Belastung“ ausgesetzt ist.
Auch die Qualität des zentralasiatischen Rohbrennstoffes ist für die indischen Verbraucher annehmbarer, als die des iranischen Gases.
Nach vorläufigen Angaben wird die TAPI-Pipeline es ermöglichen, täglich 100 Millionen Kubikmeter Gas vom turkmenischen Vorkommen Dauletabad zu exportieren. Ein bedeutender Teil davon soll nach Indien geliefert werden.
Der Gesprächspartner der Agentur verwies darauf, dass die gemeinsame Arbeit am Projekt für die Lieferung von iranischem Gas nach Indien (IPI) ebenfalls zu einem der wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Gazprom und der Indischen Gaskorporation GAIL werden kann. Gazprom könnte unter anderem die Rolle eines Fachberaters übernehmen und später auch Projektbetreiber werden.
Gazprom zeigt auch Interesse daran, sich am Projekt für die Gaspipeline Myanmar-Bangladesh-Indien als Fachberater zu beteiligen.

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