Wirtschaft
Deutsche Unternehmen wollen trotz Krise Russland-Geschäft nicht abbauen
Dies ergab eine gemeinsame Studie des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.
Die befragten Unternehmen seien im allgemeinen positiv eingestellt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Gremien. Man erwarte zwar eine Verschlechterung, doch die meisten halten an ihren Investitionsplänen in Russland weitgehend fest und stellen neue Mitarbeiter ein, wurde Reiner Lindner, Geschäftsführer des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, zitiert.
AHK-Vorstandschef Michael Harms äußerte seinerseits, dass Russland nach wie vor der wichtigste Expansionsmarkt für deutsche Unternehmen sei.
Im Rahmen der Studie wurden mehr als 150 Unternehmen befragt. Rund 67 Prozent von ihnen bezeichneten ihre Geschäftslage als gut bzw. sehr gut. Vor einem Jahr hatte dieser Anteil 83 Prozent betragen. Zugleich rechnen 69 Prozent mit Schwierigkeiten infolge der Weltfinanzkrise. Etwa 46 Prozent erwarten eine erneute Verbesserung der Geschäftslage in den nächsten zwölf Monaten. Rund 30 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung.
Trotzdem planen 62 der befragten Unternehmen neue Investitionen in Russland. Insgesamt wollen sie im nächsten Jahr 870 Millionen Euro in den Energiesektor, Automobilbau und Handel stecken. Rund zwei Drittel wollen zudem ihr Personal ausbauen.

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