RIA Novosti

Kaspisches Pipeline-System wird erweitert - Memorandum unterzeichnet

13:20 17/12/2008

MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Die Aktionäre des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (KPK) haben am Mittwoch ein Memorandum zur Erweiterung des Pipeline-Systems unterzeichnet.

Das teilte das Konsortium in Moskau mit. Ihre Unterschriften unter das Dokument leisteten Vertreter der Energieministerien Russlands und Kasachstans sowie andere Mitglieder des Konsortiums. In einer Versammlung am 25./26. November hatten die KPK-Aktionäre bereits den Haushalt des Konsortiums für 2009 bestätigt und einen neuen 16-köpfigen Aufsichtsrat gewählt.

Das KPK-Konsortium wurde für den Transport von kasachischem und russischem Rohöl zu Umschlagsterminals an der Schwarzmeerküste gegründet. Das Pipeline-System ging im Oktober 2001 in Betrieb und hat gegenwärtig eine Durchlasskapazität von etwa 30 Millionen Tonnen Öl im Jahr.

Ende November hatte Russland den siebenprozentigen Anteil von Oman übernommen und seinen Anteil somit von bislang 24 Prozent auf 31 Prozent aufgestockt. Dieser Anteil wird treuhänderisch vom russischen Pipelinebetreiber Transneft verwaltet.

Zu den anderen Aktionären zählen Kasachstan (19 Prozent), Rosneft-Shell Caspian Ventures Limited (7,5 Prozent), Chevron Caspian Pipeline Consortium Company (15,0 Prozent), LUKARCO B.V. (12,5 Prozent), Mobil Caspian Pipeine Company (7,5 Prozent), BG Overseas Holding Limited (2,0 Prozent), Agip International N.V. (2,0 Prozent), Kazakhstan Pipeline Venture LLC (1,75 Prozent) und Oryx Caspian Pipeline LLC (1,75 Prozent).

Nach inoffiziellen Informationen will sich British Petroleum (BP) von seinen Anteilen an zwei Gemeinschaftsunternehmen mit LUKoil und KazMunaiGaz trennen. Es handelt sich um 49 Prozent der Anteile an LUKARCO und 19 Prozent der Anteile an Kazakhstan Pipeline Ventures. Somit halten die Briten 6,0 Prozent an KPK. BP bot LUKoil an, die beiden Pakete für 2,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. LUKoil bezeichnet den Preis aber als zu hoch. Der Ausstieg der Briten aus dem KPK-Konsortium dürfte sich über ein Jahr hinziehen.

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