
MOSKAU, 26. Dezember (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat den Bau der so genannen Kaspischen Gaspipeline besiegelt.
Am Freitag habe der Staatschef ein Gesetz über die Ratifizierung eines entsprechenden Regierungsabkommens zwischen Russland, Kasachstan und Turkmenistan unterzeichnet, teilte die Pressestelle des Kreml mit. Das Gesetz wurde von der Staatsduma am 19. Dezember verabschiedet und vom Föderationsrat am 22. Dezember gebilligt.
Das Abkommen über den Bau der Kaspischen Gaspipeline war am 20. Dezember von den Regierungen Russlands, Kasachstans und Turkmenistans unterzeichnet worden. Über die Leitung soll Gas von Feldern im Flachwasserbereich des Kaspischen Meeres und von anderen Vorkommen auf dem Territorium Kasachstans und Turkmenistans, darunter vom riesigen turkmenischen Feld Süd-Iolotan, nach Russland fließen. Die geplante Durchsatzkapazität der Leitung beträgt bis zu 30 Milliarden Kubikmeter aus Turkmenistan und etwa 10 Milliarden Kubikmeter aus Kasachstan.
Nach Schätzung der britischen Beratergesellschaft Gaffney, Cline & Associates (GCA) lagern im Feld Süd-Iolotan bis zu 14 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Es handelt sich somit um das viert- oder fünftgrößte Gasvorkommen der Welt.