
SOTSCHI, 09. Januar (RIA Novosti). Die europäischen Abnehmer sollten genauso wie die russische Seite von der Ukraine eine Entschädigung für die Verluste verlangen, die im Zusammenhang mit dem Gastransitstopp über das Territorium der Ukraine entstanden sind. Das betonte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Freitag bei einem Treffen mit Gazprom-Chef Alexej Miller.
Der Diebstahl von russischem Gas darf nicht ohne Folgen bleiben, so Russlands Staatschef.
"Dies muss in Zukunft in Entschädigungsanträgen seinen Niederschlag finden", sagte er. "Dafür sind bevollmächtige Vertreter der jeweiligen Unternehmen sowie diejenigen zuständig, die reale Zahlen fixieren."
Wie Medwedew weiter ausführte, hatte die Ukraine im vergangenen Jahr Gas zu einem zweifachen Preis an die Abnehmer weiterverkauft. "Im vergangenen Jahr, als wir unser Gas zu 179,5 Dollar pro 1 000 Kubikmeter an die ukrainischen Abnehmer geliefert haben, erhielt dieser ukrainische Abnehmer dieses Gas zu einem Preis von 320 Dollar pro 1 000 Kubikmeter", stellte er fest.
"Der Preisunterschied landete in den Taschen von Strukturen, die uns nicht bekannt sind und die höchstwahrscheinlich jemands Korruptionsinteressen vertreten. Der Erlös aus solchen Geschäften wurde höchstwahrscheinlich für politische Zwecke oder für die Lösung privater Probleme gebraucht."
"Davon wurde der übliche ukrainische Verbraucher betroffen", so der russische Präsident. "Das sind Menschen, die uns nicht egal sind und die uns nahe stehen."
Medwedew äußerte die Überzeugung, dass die ukrainischen Verbraucher über diesen Betrug informiert werden müssen.