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US-Wirtschaftsexperte: Lieber neue Banken gründen statt alte retten

11:15 24/02/2009

Statt angeschlagene Banken zu retten, soll die US-Regierung nach Ansicht des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz lieber neue Kreditinstitute gründen.

NEW YORK, 24. Februar (RIA Novosti). Statt angeschlagene Banken zu retten, soll die US-Regierung nach Ansicht des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz lieber neue Kreditinstitute gründen.

"Die 700 Milliarden Dollar, die die Regierung für den Kauf der abgewerteten Bankenaktien ausgeben will, sollten lieber in neue Banken investiert werden", sagte Stiglitz, einst Chefberater der Administration Bill Clinton und Vizepräsident der Weltbank und heute Professor an der Columbia University. Auch der bekannte Finanzier George Soros unterstütze diese Idee, sagte Stiglitz in einem Gespräch mit RIA Novosti.

Die jetzige Regierungspolitik bezeichnete er als "Cash for Trash" ("Geld für Müll"). Die Übernahme von Anteilen an angeschlagenen Großbanken durch den Staat, die bereits 2008 einsetzte, habe sich als unwirksam erwiesen, sagte der Experte. "Die Regierung rettet jetzt nicht so sehr die Banken, sondern vielmehr die Banker und Investoren."

Stiglitz erwartet nicht, dass das neue Rettungspaket der US-Administration die Aktienkurse wieder nach oben treiben wird. Diese Rettungsmaßnahmen würden nicht auf eine Verbesserung abzielen, sondern sie können lediglich den Einbruch verlangsamen.

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