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Alfa-Bank vs. UC Rusal: Kreml soll Streit um Schulden beilegen - "Wedomosti"

15:32 17/03/2009
MOSKAU, 17. März (RIA Novosti). Nach Dmitri Medwedews Ansicht darf der Gläubiger einen Schuldner nicht zur Einstellung seiner Arbeit zwingen, wenn es sich um eine Holding handelt.

Vor kurzem wurde der Kreml von den ausländischen Gläubigern des russischen Aluminiumriesen UC Rusal gebeten, einen ähnlichen Streit unter Beteiligung der Alfa-Gruppe beizulegen.

Medwedew nannte den Konzern zwar nicht, doch ein Kreml-Beamter präzisierte, dass er von den Ansprüchen der Alfa-Bank an UC Rusal gesprochen habe.

Am 7. März vereinbarte der Alu-Riese mit mehr als 70 Kreditgebern einen zweimonatigen Rückzahlungsaufschub bei den wichtigsten Krediten von insgesamt etwa 14 Milliarden Dollar. Nur die Alfa-Bank schloss sich dieser Vereinbarung nicht an, obwohl der Alu-Hersteller insgesamt nur mit um die 100 Millionen Dollar in der Kreide steht.

Außerdem erklärte die Bank, sie werde all ihre Schuldner ins Visier nehmen, auch jene der Basic Element Group (Basel) von Oleg Deripaska.

Medwedew erinnerte daran, dass das Geld den Banken vom Staat bereitgestellt worden war, und mahnte sie zum "Verzicht auf den Unternehmensegoismus", sonst werde der Staat "dieses Problem von einem anderen Standpunkt aus betrachten".

Am vorigen Freitag habe ein Sprecher ausländischer Gläubiger der UC Rusal (BNP Paribas, Societe Generale, ING Bank, Calyon, Unicredit Group u. a., Schulden: 7,4 Milliarden Dollar) Präsidentenberater Arkadi Dworkowitsch gebeten, die aggressive Haltung der Alfa-Bank gegenüber UC Rusal zu beachten, so ein Banker (ein weiterer Gläubiger bestätigte die Äußerung).

Wegen der Position der Alfa-Bank hing die Vereinbarung über den Zahlungsaufschub der 14 Milliarden für UC Rusal an einem dünnen Faden. Doch die Banker gingen dieses Risiko ein und gewährten der UC Rusal einen späteren Termin.

Die Alfa-Bank ihrerseits erhob am 10. März im Moskauer Arbitragegericht Klagen gegen zwei sibirische Tochtergesellschaften der UC Rusal: Beide sollen 11 Millionen Dollar zahlen. Diese Klagen über einen für die UC Rusal winzig kleinen Betrag sei laut Vereinbarung mit westlichen Banken ein Grund für ihre Kündigung, erläuterte der Banker.

Doch könne UC Rusal auch die Schulden nicht tilgen, was auch ein Präzedenzfall für den Austritt anderer aus der Vereinbarung sei, sagt ein anderer Bankmanager.

Wie die Gesprächspartner der "Wedomosti" präzisieren, hätten die ausländischen Kreditoren nicht vor, das Abkommen mit UC Rusal zu kündigen, doch möchten sie, dass die Holding binnen eines Monats ihre Differenzen mit der Alfa-Bank regle.

Der Kreml sei sich darüber noch nicht klar, wie er in dieser Situation handeln solle, Beschlüsse über die Einmischung in diese Situation seien nicht gefasst worden, betont eine dem Kreml nahe stehende Quelle.

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