
JEKATERINBURG, 16. Juni (RIA Novosti). Die Mitgliedsstaaten der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) sollten den Anteil ihrer Nationalwährungen in den gegenseitigen Verrechnungen vergrößern.
Diese Meinung äußerte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag beim SOZ-Gipfel in Jekaterinburg (Ural) vor.
Dies sollte getan werden, „um weniger von den Problemen mit den Reservewährungen abzuhängen“, so der russische Staatschef.
„Das ist, wie ich denke, äußerst wichtig, weil kein Währungssystem, geschweige denn ein globales, erfolgreich sein kann, wenn die eingesetzten Finanzinstrumente nur in einer einzigen Währung geführt werden“, hieß es.
Das internationale Devisensystem solle nicht ausschließlich durch eine Festigung des US-Dollars unterstützt werden, führte Medwedew aus, „sondern unter anderem durch die Schaffung neuer Reservewährungen und der Möglichkeit, im Endeffekt supranationale Zahlungsmittel und Verrechnungsmethoden einzuführen“.
Russlands Präsident schlug vor, in der heutigen Sitzung nicht nur über die Überwindung der gegenwärtigen Finanzkrise zu diskutieren, sondern auch über die Entwicklung der Beziehungen und über die Gewährleistung der Sicherheit in verschiedenen Bereichen und unter anderem in der Energiewirtschaft.
Als weiteres Problem nannte er die Engpässe bei der Lebensmittelversorgung. „Die Krise im Lebensmittelbereich ist, im Grunde genommen, eine Fortsetzung der Krise in der Wirtschaft insgesamt“, betonte Medwedew. „Auch hier müssen wir bestimmte Anstrengungen unternehmen.“