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Russland will sich von Tu-154 und Boeing-737 verabschieden: MS-21 geht 2016 in Serienproduktion

13:16 19/08/2009

SCHUKOWSKI, 19. August (RIA Novosti). Der neue russische Mittelstrecken-Passagierjet MS-21 kommt erst 2016 in die Serienproduktion. Das teilte Arkadi Gurtowoj, Vizechef des Konstruktionsbüros Jakowlew, am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse MAKS bei Moskau mit.

Vor rund einem Jahr hatte der Direktor der russischen Flugzeugbauholding UAC (russ. Kürzel OAK) Alexej Fjodorow, gesagt, dass die MS-21 bereits 2015 auf den Markt kommen und die veralteten Tu-154 ablösen solle.

Die neue Maschine wird vom Jakowlew-Konstruktionsbüro und dem Konzern Irkut (Irkutsk/Westsibirien) seit 2007 gebaut. Die Serienproduktion werde 2016 beginnen, im gleichen Jahr werde das Flugzeug an erste Kunden ausgeliefert, teilte Gurtowoj heute mit.

Nach seinen Worten wird die Maschine in drei Modifikationen hergestellt: Die MS-21-200 werde 150 Passagieren Platz bieten und eine Reichweite von maximal 3 500 Kilometern haben. Zudem seien die Modifikationen MS-21-300 (180 Passagiere, 5 000 Kilometer) und MS-21-400 (210 Passagiere, 5 500 Kilometer) geplant.

Laut Gurtowoj wird das Projekt, das auf acht Milliarden US-Dollar geschätzt wird, zu 60 Prozent vom Staat finanziert. Der erste Prototyp solle 2011 aus der Werkhalle rollen und getestet werden.

Die MS-21 soll zu 37 Prozent aus Verbundwerkstoffen bestehen und statt mit einem hydraulischen vorwiegend mit einem elektrischen Steuerungssystem ausgestattet werden.

Es wird erwartet, dass der neue Jet in Russland die Passagierflugzeuge Tu-154 sowie A-320 und Boeing-737 ersetzen wird. Zusammen mit dem SuperJet-100-Projekt kann MS-21 den Gesamtbedarf russischer Fluggesellschaften an neuen Maschinen bis zu 80 Prozent decken.

 

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