Wirtschaft
Russland will Einnahmen aus Privatisierung 2010 verzehnfachen - (Zusammenfassung)
NOWO-OGARJOWO, 06. Oktober (RIA Novosti). Russland will im kommenden Jahr rund 70 Milliarden Rubel (1,6 Milliarden Euro) aus der Privatisierung einnehmen.
"Das sei zehnfach höher als zuvor geplant", sagte die Ministerin für Wirtschaftsentwicklung, Elvira Nabiullina, am Dienstag vor der Presse in Nowo-Ogarjowo nach einer Beratung über die Privatisierung. Den Vorsitz führte Ministerpräsident Wladimir Putin.
Zuvor ging die Regierung von 7,1 Milliarden Rubel aus. Für 2009 rechnet das Kabinett mit 12 Milliarden Rubel Einnahmen aus den Verkäufen der Staatsbeteiligungen an Unternehmen. 2010 sollten laut Nabiullina 450 vom Staat kontrollierte Aktienpakete angeboten werden. Es handele sich hauptsächlich um Infrastruktur-Objekte wie See-, Binnen- und Flughäfen.
"Zudem will die Regierung 2010-2011 bis zu 20 Prozent der Anteile an der Reederei Sovcomflot und 2010 13,1 Prozent der Aktien der Versicherungsanstalt Rosgorstrakh übereignen", sagte die Ministerin. Sovcomflot - Russlands größtes Reederei-Unternehmen - bekundete bereits die Absicht, die eigenen Aktien zurückzukaufen.
Nabiullina teilte ferner mit, dass große Unternehmen wie Rosneft, Aeroflot, die Russische Eisenbahn (RZD), die VTB-Bank und Gazprom-Tochter Gazprom Neft 2010 in staatlicher Hand bleiben. "Sie stehen nicht auf dem Privatisierungsplan ... Auch der internationale Flughafen Scheremetjewo wird noch nicht übereignet. Stattdessen soll ein Konzessionsabkommen vorbereitet und ein zuverlässiges Verwaltungsunternehmen gefunden werden", sagte die Ministerin.

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