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Wirtschaft

Arbeitsgruppe von Ukraine und USA berät über internationale Energiesicherheit

15:10 31/10/2009

KIEW, 31. Oktober (RIA Novosti). In der ersten Sitzung der ukrainisch-amerikanischen Arbeitsgruppe für Energiesicherheit in Washington haben die Sitzungsteilnehmer die Möglichkeiten der Beteiligung der USA an Projekten zur Modernisierung des ukrainischen Gaspipeline-Netzes sowie der Lieferung von Atombrennstäben aus den USA in die Ukraine erörtert.

Wie der Beauftragte des ukrainischen Präsidenten für internationale Energiesicherheit, Bogdan Sokolowski, mitteilte, war die Sitzung am Mittwoch in Washington vor allem Problemen der Erdgas- und Erdölbranche, der Atomenergetik und der Alternativenergetik gewidmet.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe wird vom US-Sonderbeauftragten für Energiefragen in Eurasien, Richard Morningstar, und dem Vizeminister für Brennstoffe und Energiewirtschaft der Ukraine, Sergej Pawluscha, geleitet.

Bogdan Sokolowski zufolge haben die amerikanischen Partner die ukrainischen Leistungen der letzten vier Jahre im Energiebereich hoch eingeschätzt. In dieser Zeit seien praktische Schritte zur Modernisierung des ukrainischen Gastransportnetzes unternommen sowie Vereinbarungen der Ukraine mit Aserbaidschan über die Lieferung von kaspischem Erdöl und mit dem US-Unternehmen Westinghouse über Atombrennstofflieferungen ab 2011 erreicht worden.

Zurzeit bekommen alle ukrainischen Atomkraftwerke ihre Atombrennstoffe von der russischen Atomholding TWEL, mit der die Lieferungen bis 2010 vertraglich gebunden sind.

In der Ukraine gibt es vier AKWs mit einer Gesamtleistung von 13,835 GW, etwa der Hälfte der in der Ukraine erzeugten Elektroenergie.

In ukrainischen Gruben wird Uranerz abgebaut, es gibt aber keine Aufbereitungsfabriken.

Das 37 600 Kilometer lange Gaspipelinenetz der Ukraine ist eines der größten in der Welt und das zweitgrößte in Europa.

Nach dem Gaskrieg Kiews mit Moskau im Januar 2009, der die Gasversorgung Europas für fast drei Wochen wegen des eingestellten Gastransits untergraben hatte, schlug die EU Kiew vor, die Modernisierung des ukrainischen Pipeline-Netzes zu finanzieren und am 23. März 2009 eine entsprechende Konferenz in Brüssel durchzuführen.

Die Ukraine unterzeichnete damals eine EU-Deklaration, wonach Kiew im Austausch gegen Milliarden Euro EU-Investitionen der Europäischen Union einen transparenten Gasmarkt versprach. Die Interessen des Hauptlieferanten Russlands wurden dabei außer Acht gelassen. Russland protestierte dagegen und verließ die Konferenz in Brüssel.

 

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