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Ja Schwedens und Finnlands zu Nord Stream senkt Risiken für Energiesicherheit Europas

14:44 | 09/ 11/ 2009

MOSKAU, 09. November (RIA Novosti). Die Zustimmung Schwedens und Finnlands zum Bau der Gaspipeline Nord Stream für den Transport russischen Erdgases nach Deutschland verringert der Rating-Agentur Fitch zufolge das potenzielle Risiko für die Energiesicherheit Europas.

Nach der Prognose der Energieholding Gazprom, eines Aktionärs der Nord Stream AG, soll das 1200 Kilometer lange Doppelstrang-System nach seiner Inbetriebnahme jährlich etwa 55 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa pumpen. Das entspricht etwa 40 Prozent des Gasumfanges, den Russland jährlich durch die Ukraine in die EU-Länder liefert.

"Zwischen Russland und der Ukraine gibt es historisch bedingte Differenzen in verschiedenen Fragen, die schon zu Lieferausfällen nach Europa geführt hatten. Die Zustimmung Schwedens und Finnlands, die den Bau von Nord Stream ermöglicht, senkt das potenzielle Risiko für die zukünftigen Gaslieferungen in die EU", zitiert die Agentur Jeffrey Woodruff, Chef der in London ansässigen analytischen Gruppe von Fitch.

Es wird erwartet, dass die Bauarbeiten im kommenden Jahr beginnen. Laut Plan soll der erste Strang mit einer Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2011 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.

"Die skandinavischen Länder hatten mehrere Jahre lang Besorgnis über eine eventuelle negative Auswirkung von Nord Stream auf die Umwelt geäußert. Dass Schweden und Finnland jetzt ihre Zustimmung zur Umsetzung des Projektes gegeben haben, bedeutet, dass ein wesentliches Hindernis ausgeräumt ist", so Woodruff.

Nord Stream soll die Hoheitsgewässer von Russland, Deutschland und Dänemark sowie internationale Gewässer durchqueren, die Teil der ausschließlichen Wirtschaftszonen von Finnland und Schweden sind.

Finnland hat den Pipelinebau unter der Voraussetzung gebilligt, dass die finnischen Behörden über den Einfluss der Bauarbeiten auf die Umwelt zusätzlich informieren werden.

Laut dem schwedischen Umweltminister Andreas Carlgren sind die Behörden des Landes mit den zusätzlichen Informationen zufrieden, die die Bau- und Betreiberfirma Nord Stream AG ihnen zur Verfügung gestellt hatte.

Schweden und Finnland haben am vergangenen Donnerstag den Bau der Gaspipeline in ihren Hoheitsgewässern der Ostsee gebilligt. Zuvor hatte Dänemark seine Genehmigung dafür gegeben.

Nord Stream ist eine prinzipiell neue Exportroute für russisches Erdgas nach Europa (vor allem nach Deutschland, Großbritannien, in die Niederlande, nach Frankreich und Dänemark). Die Pipeline soll vom russischen Wyborg über den Grund der Ostsee bis nach Greifswald verlaufen.

Der Gesamtwert des Projektes beläuft sich auf rund 7,4 Milliarden Euro.

Die Aktionäre der Nord Stream AG sind Gazprom (51 Prozent), die deutschen Unternehmen Wintershall Holding und E.ON Ruhrgas (je 20 Prozent) und das niederländische Gastransportunternehmen Gasunie (neun Prozent).


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