Wirtschaft
Volkswagen hat nun weltweit die Nase vorn
MOSKAU, 11. November (RIA Novosti). Das Unternehmen Volkswagen Group hat seinen Hauptkonkurrenten Toyota überholt und ist zum weltgrößten Autoproduzenten geworden, schreibt die russische Tageszeitung "Wedomosti" am Mittwoch.
Bei ihrer aggressiven Entwicklung nimmt das Unternehmen auch katastrophale Gewinnverluste in Kauf.
Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Gesellschaft IHS Global Insight stellte Volkswagen in den ersten neun Monaten dieses Jahres 4,4 Millionen Autos her (inclusive die Kraftfahrzeuge unter den Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Commercial Vehicles) gegenüber vier Millionen bei Toyota.
Wie Analysten feststellen, konnte der deutsche Konzern seine Positionen in erster Linie dank den Maßnahmen festigen, die die Regierungen Chinas, Deutschlands und Großbritanniens zur Förderung des Autoverkaufs ergriffen haben.
So steigen die VW-Absätze in China nach der Herabsetzung der Absatzsteuer in diesem Land bei einer gleichzeitigen Subventionierung der Autokäufe. Seit diesem Jahr stellt VW Modelle her, die speziell für den chinesischen Markt bestimmt sind. Im Juni verkaufte der Konzern 128 000 Autos in China, was ein Viertel der globalen VW-Absätze in diesem Monat ausmachte.
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Die Erhöhung der Absätze musste der Konzern mit einer Verringerung der Rentabilität bezahlen: Der Reingewinn der Volkswagen Group (Porsche nicht eingeschlossen) ging im 3. Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 161 Millionen Euro zurück. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 77,2 Milliarden Euro - zehn Prozent weniger als 2008.
Wladimir Widulow, Chef der Moskauer Vertretung der Gesellschaft JATO Dynamics, stellt fest: Als Folge seiner aggressiven Entwicklung büßt das Unternehmen seine Gewinne auf katastrophale Weise ein.
"In Russland sind die VW-Absätze um 30 Prozent zurückgegangen", sagt er. "Dies ist zwar wesentlich besser als bei vielen anderen Produzenten, der neueste Durchbruch kostete aber Rieseninvestitionen: Allein für den VW-Betrieb in Kaluga musste der Konzern 600 Millionen Euro zahlen."

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