
JALTA, 19. November (RIA Novosti). Die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko hat ein weiteres Mal einen reibungslosen Transit von russischem Gas nach Europa via Ukraine zugesichert.
"Kiew wird seine Verpflichtungen zur Durchleitung von russischem Gas für Kunden in Europa strikt erfüllen", sagte Timoschenko am späten Donnerstagabend in Jalta auf der Krim bei den Verhandlungen mit ihrem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
Zuvor hatte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko in einem offenen Brief an Russlands Staatschef Dmitri Medwedew mit Problemen beim Gastransit gedroht, sollten die im Januar dieses Jahres zwischen Moskau und Kiew ausgehandelten Gasverträge nicht schnellstmöglich revidiert werden. "In diesem Winter wird die Ukraine einen reibungslosen Transit gewährleisten. Aber bereits im Frühjahr könnte es zu Problemen kommen", warnte Juschtschenko.
Medwedews Berater Sergej Prichodko übte heftige Kritik an Juschtschenkos Brief. "Wir haben nicht den geringsten Wunsch, in innerukrainische Streitigkeiten einbezogen zu werden", sagte Prichodko am Donnerstag in Moskau. "Aber wir sind kategorisch dagegen, dass die Energiesicherheit Europas von persönlichen Ambitionen ukrainischer Politiker abhängig gemacht wird. Der Versuch, Russland und Europa mit möglichen Krisen einzuschüchtern, gehört zur Sphäre der politischen Erpressung", betonte der Präsidentenberater.