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Naftogaz-Chef rechnet mit Silvester ohne Gaskonflikt

18:05 23/11/2009

Der Chef des ukrainischen Gasversorgers "Naftogaz" Oleg Dubina hat seinen Optimismus geäußert, dass Kiew und Moskau am Silvesterabend eine Wiederholung des vorjährigen Gaskonfliktes vermeiden.

KIEW, 23. November (RIA Novosti). Der Chef des ukrainischen Gasversorgers "Naftogaz" Oleg Dubina hat seinen Optimismus geäußert, dass Kiew und Moskau am Silvesterabend eine Wiederholung des vorjährigen Gaskonfliktes vermeiden.

"Heute haben wir positive Beziehungen mit Russland. 2009 werden wir ruhig beenden, das Neujahr zu Hause feiern und über keine Gaskonflikte mehr reden. Ich glaube, das passiert nicht", zitiert die Webseite der ukranischen Regierung Dubina.

Am 1. Januar dieses Jahres hatte Russland dem benachbarten Transitland Ukraine wegen des nicht unterzeichneten Vertrages für die weiteren Lieferungen den Gashahn zugedreht. Am 7. Januar machte Kiew die Transitleitungen dicht, wodurch zeitweise auch die Gasversorgung einiger EU-Länder unterbrochen wurde.

Der Gastransit konnte erst am 20. Januar nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Regierungschefs von Russland und der Ukraine wiederaufgenommen werden. Die Gespräche in Moskau gingen mit der Unterzeichnung von zehnjährigen Gasversorgungsverträgen zwischen Gazprom und dem ukrainischen Energiekonzern Naftogaz zu Ende.

Eine Naftogaz-Delegation kommt am Dienstag nach Moskau, um mit dem russischen Energiekonzern Gazprom schriftlich den Verzicht auf Sanktionen für die von der Ukraine 2009 nicht abgenommenen Gasmengen sowie die Reduzierung der vertraglich vereinbarten Gasmengen festzuhalten.

Die Ukraine müsste laut dem geltenden Vertrag ab 2010 nicht weniger als 52 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich von Russland kaufen. Nach Einschätzungen von Naftogaz wird sie nur 30 Milliarden Kubikmeter abnehmen können.

Russlands Premier Wladimir Putin hatte am 19. November in Jalta gesagt, dass Russland von der Ukraine keine Strafen für die von Kiew nicht abgenommenen vertraglich gebundenen Gasmengen fordern werde und die abzunehmenden Gasmengen für 2010 korrigiert würden.

 

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