Wirtschaft
Putin: Einstieg der französischen EDF bei South-Stream-Pipeline besiegelt - MEHR
Thema: Putin verhandelt in Frankreich über Energie und Hightech
RAMBOUILLET, 27. November (RIA Novosti). Der französische Stromkonzern Electricite de France steigt beim internationalen Pipelineprojekt South Stream ein, das direkte Gaslieferungen aus Russland nach Südeuropa vorsieht.
Das teilte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin am Freitag in Rambouillet auf der 14. Sitzung der russisch-französischen Kooperationskommission mit.
Es sei eine endgültige Vereinbarung zwischen Gazprom und EdF über eine Beteiligung des französischen Unternehmens am South-Stream-Projekt getroffen worden, das den Bau einer Gasleitung auf dem Grund des Schwarzen Meeres vorsieht, sagte Putin.
Die Seiten wollen laut Putin sowohl in Frankreich als auch in Drittländern zusammenarbeiten. „Das ist eine neue Qualität (der Kooperation) und faktisch ein Austausch von Aktiva“, sagte Putin. „Das machten wir schon in den vergangenen Jahren mit deutschen Partnern.“
Über die Gaspipeline South Stream, die teils auf dem Festland, teils auf dem Grund des Schwarzen und des Adriatischen Meeres gebaut wird, soll Erdgas aus Russland direkt nach Südwesteuropa strömen. Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll die Abhängigkeit der Gaslieferanten und -verbraucher von den Transitstaaten Ukraine und Türkei verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Warna (Bulgarien) gebaut werden. Weiterhin sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.
Das Projekt mit einem Investitionsbedarf von schätzungsweise 25 Milliarden Euro wird vom russischen Staatskonzern Gazprom gemeinsam mit dem italienischen Eni abgewickelt. Die Pipeline soll 2015 in Betrieb gehen.
Electricite de France (EdF) betreibt 19 Atomkraftwerke mit insgesamt 58 Reaktoren sowie Wärme-, Wind- und Wasserkraftwerke und zählt zu den größten Atomstromproduzenten der Welt.

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