
ROM, 03. Dezember (RIA Novosti). Der französische Stromkonzern EdF wird mit mindestens zehn Prozent an der Gaspipeline South Stream aus Russland nach Südeuropa beteiligt.
Das teilte der Vorstandschef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, am Donnerstag in Rom mit. Endgültige Beteiligungsbedingungen für EdF sollen 2010 vereinbart werden. Miller bestätigte, dass das Projekt keine Finanzprobleme habe und die Pipeline 2015 in Betrieb gehen werde.
Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll die Abhängigkeit der Gaslieferanten und -verbraucher von den Transitstaaten Ukraine und Türkei verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.
Das Projekt mit einem Investitionsbedarf von schätzungsweise 25 Milliarden Euro wird vom russischen Staatskonzern Gazprom gemeinsam mit dem italienischen Eni abgewickelt.