Wirtschaft
Chavez droht Toyota mit Verstaatlichung
MEXIKO-STADT, 24. Dezember (RIA Novosti). Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat dem japanischen Autokonzern Toyota mit Verstaatlichung gedroht.
"Das Unternehmen wird expropriiert, wenn es sich weigert, Geländewagen in Venezuela herzustellen", sagte Chavez am Donnerstag nach Angaben mexikanischer Medien. Er sprach bei der Eröffnung eines Autowerks, in dem Personenwagen nach argentinischer und iranischer Technologie montiert werden sollen.
Zuvor hatten die Japaner den Wunsch des Präsidenten ignoriert, Taxi-Fahrzeuge auf der Grundlage des Geländewagens des Modells Land Curiser für den Einsatz in Caracas zu bauen. "Man mur sie zwingen, das zu machen. Wenn sie sich auch dann weigern, mögen sie lieber unser Land verlassen. Wir werden wohl eine andere Firma finden", schimpfte Chavez.
Die venezolanischen Behörden sind nach seinen Worten bereit, Gebäude und Ausrüstungen von Toyota gegen Entschädigung einzuziehen sowie die Immobilien und Technik den Chinesen zur Verfügung zu stellen.
Der japanische Konzern ist seit 1981 in Venezuela aktiv. In dem Toyota-Werk werden jährlich bis zu 13 000 Wagen der Modelle Corolla, Land Cruiser und HiLux gebaut.

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