RIA Novosti

Deutschland segnet Ostseepipeline endgültig ab - MEHR

14:41 28/12/2009

Deutschland hat den Bau der Ostseepipeline (Nord Stream), durch die russisches Gas direkt nach Europa strömen soll, in seinem Wirtschaftsgewässer genehmigt.

ZUG, 28. Dezember (RIA Novosti). Deutschland hat den Bau der Ostseepipeline (Nord Stream), durch die russisches Gas direkt nach Europa strömen soll, in seinem Wirtschaftsgewässer genehmigt.

Wie Pipelinebauer Nord Stream AG am Montag mitteilte, wurde die Baugenehmigung für den 31 Kilometer langen Abschnitt der Nord Stream-Pipeline durch die ausschließliche Wirtschaftszone Deutschlands vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg erteilt. Damit seien alle deutschen Genehmigungen eingeholt worden. Vorige Woche hatte die Bundesrepublik bereits den Bau der Rohrleitung in ihren Küstengewässern erlaubt.

Was die anderen Länder anbetrifft, in deren Gewässern die Pipeline verlaufen soll, so steht nur in Finnland die zweite Genehmigung noch aus. "Wir liegen sehr gut im Zeitplan und gehen davon aus, im Frühjahr 2010 mit dem Pipelinebau beginnen zu können", sagte Matthias Warnig, Geschäftsführer der Nord Stream AG. Erstes Erdgas soll ihm zufolge bereits 2011 nach Europa geliefert werden.

Die Ostseepipeline soll von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg an der Grenze zu Finnland bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden und durch die Wirtschaftsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führen.

Der erste 1220 Kilometer lange Strang mit einer Jahreskapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern soll mit einjähriger Verspätung 2011 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges soll die Kapazität künftig auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigen.

Der russische Gaskonzern Gazprom hält 51 Prozent am Projektbetreiber Nord Stream AG.

Die deutschen Partner BASF und E.ON hatten jeweils 4,5 Prozent von ihren 24,5-prozentigen Anteilen an den niederländischen Versorger Gasunie abgetreten. Zudem buhlt der französische Versorger GDF Suez um neuen Prozent am Projekt.

 

© 2010 RIA Novosti