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Wirtschaft

Moskau dementiert: Kein Geheimangebot an China gegen Freddie und Fannie

13:34 01/02/2010

MOSKAU, 01. Februar (RIA Novosti). Die russische Regierung weist den Vorwurf zurück, China zum Verkauf der gehaltenen Bonds von Fannie Mae und Freddie Mac gedrängt zu haben, um die Verstaatlichung der beiden größten US-Hypothekenbanken zu beschleunigen.

Das berichtet die russische Tageszeitung Wedomosti in ihrer Montag-Ausgabe.

Der ehemalige US-Finanzminister Henry Paulson behauptet in seinen Erinnerungen, die auszugsweise von Financial Times veröffentlicht wurden, dass Russland im August 2008 China vorgeschlagen habe, die gehaltenen Bonds von Fannie Mae und Freddie Mac auf den Markt zu schmeißen, um die US-Regierung zu deren Verstaatlichung zu drängen und dadurch die Rückzahlung der Schulden zu garantieren. Die Chinesen hätten das Angebot abgelehnt.

Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Premierministers Wladimir Putin, wies im Gespräch mit der Agentur Bloomberg diese Behauptung als falsch zurück. Laut Bloomberg hatte Russland im September 2008 die Anleihen von Fannie Mae und Freddie Mac im Wert von 65,6 Milliarden US-Dollar verkauft. Das fiel zeitlich mit der Verstaatlichung der beiden Hypothekenbanken zusammen.

Ein ranghoher Sprecher im russischen Finanzministerium sagte gegenüber Wedomosti, er wisse nichts vom vermeintlichen Angebot an China. Nach seinen Worten wäre dies auch überflüssig gewesen: "Die 65 Milliarden Dollar sind zu wenig, um damit erpressen zu können."

Laut Experten hätten Russland und China Fannie Mae und Freddie Mac in den Bankrott treiben können, wenn sie ihre gehaltenen Bestände an ausstehenden Schulden der beiden Hypothekenbanken auf den Markt geworfen hätten. Die Vereinigten Staaten wären dadurch gezwungen, die beiden größten Baufinanzierer mit Nothilfemaßnahmen zu stützen.

Immerhin wurden Fannie Mae und Freddie Mac im September 2008 inmitten der Wirtschaftskrise unter staatliche Obhut genommen.

 

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