Wirtschaft
Ausbeutung von Schtokman-Gasfeld wird möglicherweise verschoben (Zusammenfassung)
MOSKAU, 05. Februar (RIA Novosti). Die Shtokman Development AG - Betreiber des Gasprojekts Schtokman in der Barentssee - wird den Beginn der Ausbeutung dieses riesigen Gasfeldes mötlicherweise um drei Jahre verschieben.
Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das erste Pipelinegas werde wahrscheinlich nicht wie zuvor geplant 2013, sondern erst 2016 fließen, beschloss der Aufsichtsrat in Zürich. Der Lieferstart bei verflüssigtem Erdgas (LNG) werde von 2014 auf 2017 verschoben. Die endgültige Entscheidung werde 2011 getroffen, hieß es.
Als Grund für den möglichen Aufschub nannte der Betreiber "Änderungen der Situation auf dem Markt", darunter auf dem LNG-Markt. Es solle aber auch technische Probleme geben, weil das arktische Gasfeld schwer zugänglich sei.
Das Schtokman-Feld liegt im zentralen Teil der Barentssee und gilt als Hauptquelle für die in Bau befindliche Ostsee-Pipeline Nord Stream, über die Europa versorgt werden soll. Experten schätzen die Schtokman-Reserven auf etwa 3,8 Billionen Kubikmeter Gas.
51 Prozent der Anteile an dem 2008 gegründeten und in der Schweiz eingetragenen Projektbetreiber Shtokman Development werden vom russischen Staatskonzern Gazprom gehalten, dessen Tochter Sewmorneftegas die Förderlizenz für Schtokman besitzt. Weitere Gesellschafter des Projekts sind der französische Ölförderer Total (25 Prozent) und die norwegische StatoilHydro (24 Prozent).

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