Wirtschaft
Putin fordert härteres Vorgehen gegen Waffenfälscher
MOSKAU, 15. Februar (RIA Novosti). Russlands Regierungschef Wladimir Putin fordert ein härteres Vorgehen gegen illegale Produktionen russischer Waffen im Ausland.
„In diesem Bereich haben wir noch viele Probleme. Das trifft vor allem auf den Kampf gegen die Markenpiraterie zu. Wir müssen unsere Interessen auf den Weltmärkten juristisch schützen“, sagte Putin am Montag in Moskau bei einem Treffen mit Industrie- und Handelsminister Viktor Christenko und dem Chef des Föderalen Amtes für militärtechnische Zusammenarbeit Michail Dmitrijew.
Putin verwies darauf, dass die russischen Rüstungsexporte von 3,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000 auf 8,6 Milliarden Dollar 2009 gewachsen seien. Waffen würden an 85 Länder geliefert.
Vor allem die legendären Maschinenpistolen Kalaschnikow (s. Infographik) sind schon lange ins Visier der Markenpiraten geraten. Laut dem Chef des russischen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Anatoli Issajkin, wurde von den rund 100 Millionen Kalaschnikows, die es weltweit gibt, fast die Hälfte illegal gebaut.
Obwohl nur der russische Konzern Ischmasch sowie China berechtigt seien, diese Waffen herzustellen und zu vermarkten, produzieren laut Issajkin mindestens 15 weitere Länder ungenehmigt die weltweit populärste Maschinenpistole.
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Nach Angaben des Rüstungskonzerns Ischmasch stammt nur ein Zehntel der Kalaschnikows weltweit aus russischer Produktion. Jährlich verursachen die Kalaschnikow-Piraten Russland Wirtschaftsschäden in Höhe von 500 Millionen Dollar. Zudem schaden die Falsifikate dem Ruf der russischen Waffen.

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