Wirtschaft
Kroatien besiegelt Beteiligung an South-Stream-Pipeline
Thema: Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis
MOSKAU, 02. März (RIA Novosti). Kroatien ist offiziell dem russischen Pipelineprojekt South Stream beigetreten. Beide Staaten unterzeichneten am Dienstag ein entsprechendes Regierungsabkommen.
Unter die Vereinbarung setzten der russische Energieminister Sergej Schmatko und der kroatische Wirtschaftsminister Djuro Popijac im Beisein der Ministerpräsidenten beider Staaten, Wladimir Putin und Jadranka Kosor, ihre Unterschriften.
Über die Gaspipeline South Stream, die teils auf dem Festland, teils auf dem Grund des Schwarzen und des Adriatischen Meeres gebaut wird, soll Erdgas aus Russland direkt nach Südeuropa strömen.
Die Rohrleitung mit einer Jahresleistung von 63 Milliarden Kubikmetern soll 35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa sicherstellen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern. Der erste Strang soll aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nach Varna (Bulgarien) gebaut werden. Außerdem sind zwei Stränge nach Italien und Österreich geplant.
Das Projekt mit einem geschätzten Investitionsbedarf von 25 Milliarden Euro wird vom russischen Staatskonzern Gazprom gemeinsam mit dem italienischen Unternehmen Eni abgewickelt. Zudem wurde ein Einstieg des französischen Energieunternehmens EdF vereinbart.
Die Pipeline soll 2015 in Betrieb gehen. Zuvor hatten bereits Bulgarien, Serbien, Ungarn, Griechenland und Slowenien durch die Unterzeichnung entsprechender Regierungsabkommen mit Russland ihre Unterstützung für das Projekt zum Ausdruck gebracht.
Kroatiens Gasverbrauch beträgt rund 3,2 Milliarden Kubikmeter. Rund 60 Prozent davon werden aus Eigenproduktion gedeckt, der Rest wird aus Russland importiert. Laut Gazprom-Chef Alexej Miller könnte entweder aus Serbien oder aus Slowenien eine Abzweigung nach Kroatien gebaut werden.

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