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Wirtschaft

Russische Gaslieferungen nach China im Prinzip vereinbart: Preisfrage noch offen

19:53 03/03/2010

MOSKAU, 03. März (RIA Novosti). Gazprom führt weiterhin Verhandlungen über die Bedingungen der russischen Gaslieferungen nach China, einschließlich der Preisbildung.

„Die russische und die chinesische Seite haben gegenseitiges Verständnis hinsichtlich der Grundprinzipien der Preisbildung und der Parameter der russischen Gaslieferungen nach China erzielt“, erfuhr RIA Novosti vom Informationsamt der russischen Gasholding.

Wie die Agentur Xinhua am Mittwoch unter Berufung auf den Direktor der chinesischen nationalen Energieverwaltung (NEA), Zhang Guobao, mitteilte, haben China und Russland ein vorläufiges Abkommen über die Preise und die Gaslieferungen nach China geschlossen. Laut Guobao will China in den nächsten fünf Jahren den Verbrauch von reinerem Brennstoff erweitern und neue Energiequellen erschließen. Das Land baue auch mit anderen Ländern die Zusammenarbeit in der Energetik aus, ergänzte Guobao.

China kann auch mit dem Import von russischem Erdöl beginnen, das durch eine im Bau befindliche Pipeline gepumpt werden soll. Im Jahr 2010 kann der Bezug von Elektroenergie aus Russland um 25 Prozent auf eine Milliarde Kilowattstunden steigen.

Gazprom Export, eine Tochter von Gazprom, und PetroChina, ein Tochterunternehmen der Chinesischen nationalen Erdöl- und Erdgasgesellschaft (CNPC), hatten Ende Dezember 2009 ein Abkommen über die Hauptbedingungen der russischen Gaslieferungen nach China unterzeichnet.

Die Seiten haben sich auch darauf verständigt, im ersten Quartal 2010 ihre intensive Zusammenarbeit fortzusetzen, um alle übrigen Bedingungen abzustimmen, die dann als Grundlage für den Abschluss von Gaslieferverträgen dienen sollen.

Wie der amtliche Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow früher geäußert hatte, könnte die Holding Gasmengen nach China liefern, die einem Drittel des Exportumfangs für Europa entsprechen würden.

Nach Angaben des stellvertretenden Gazprom-Chefs Alexander Medwedew plant die Holding, im Jahr 2010 den Gasexport ins fernere Ausland (Ausland mit der Ausnahme der ehemaligen Sowjetrepubliken) um 13 Prozent gegenüber diesem Jahr zu steigern, das heißt auf 160,8 Milliarden Kubikmeter.

Die Aufnahme der russischen Gaslieferungen nach China ist bis jetzt wegen der fehlenden Einigung über die Preise verschoben worden.

Ein Absichtsprotokoll über den russischen Gasexport nach China war schon im Jahre 2006 unterzeichnet worden. Ein Rahmenabkommen zwischen Gazprom und CNPC über die Hauptbedingungen der russischen Gaslieferungen wurde erst am 13. Oktober in Peking während eines offiziellen Besuchs des russischen Premiers Wladimir Putin in China signiert.

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