
MOSKAU, 04. März (RIA Novosti). Russlands Regierung hat für den größten russischen Pkw-Hersteller AvtoVAZ zehn Milliarden Rubel (umgerechnet rund 245,5 Millionen Euro) reserviert, wird dieses Geld aber erst bereitstellen, wenn der Konzern ein durchdachtes Modernisierungsprogramm vorlegt.
Das sagte der russische Premier Wladimir Putin am Donnerstag in einer Regierungssitzung.
Das Unternehmen habe ihm zufolge bereits 908,6 Millionen Euro für die Ablösung der Bankschulden und 122,8 Millionen Euro für die Umschulung der Konzern-Mitarbeiter bekommen.
Im Rahmen seines Modernisierungsprogramms müsse AvtoVAZ sich grundsätzlich verändern, wettbewerbsfähige Produkte herstellen und seine Nische auf dem Markt finden, so Putin.
„Ende des vergangenen Jahres haben wir eine prinzipielle Entscheidung getroffen: AvtoVAZ kann mit einer zusätzlichen Finanzierung in Höhe von 28 Milliarden Rubel (rund 687 Millionen Euro - d. Red.) rechnen“, sagte Putin.
Diese Summe liege auf dem Konto der Staatsholding Rostechnologii, einem Aktionär des Konzerns. Weitere 245 Millionen Euro seien reserviert.
Am 10. März soll sich der Direktorenrat des Konzerns mit dem neuen Business-Plan befassen. Laut dem Plan will der Konzern zum Jahr 2020 seine Produktion auf mehr als eine Million Fahrzeuge steigern und seine Investitionen in die technische Modernisierung verdoppeln, so der AvtoVAZ-Chef Igor Komarow.
AvtoVAZ ist der größte Pkw-Hersteller Russlands. Rostechnologii, das Investmenthaus Troika Dialog und die Allianz Renault-Nissan halten je 25 Prozent plus eine Aktie des AvtoVAZ-Konzerns.
Im vergangenen Jahr schrumpften die Verkäufe von AvtoVAZ gegenüber 2008 um 44 Prozent auf etwa 350 000 Fahrzeuge.