Wirtschaft
Gazprom will in Bau von Pipeline zwischen Bolivien und Argentinien einsteigen
MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Der russische Energiekonzern Gazprom will in das Projekt zum Bau einer Gaspipeline zwischen Bolivien und Argentinien einsteigen.
Das sagte Gazprom-Vizevorstandschef Alexander Medwedew am Montag in einem Interview für das Magazin "Gazprom". Zugleich machte er das mögliche Engagement von der (positiven) Entscheidung zur Beteiligung von Gazprom an der Gasgewinnung auf dem Territorium Boliviens abhängig.
"Eine detaillierte ökonomische Analyse führt vor Augen, dass derartige Projekte selbst angesichts instabiler Preiskonjunktur und diverser regionalbedingter Risiken äußerst attraktiv sind", sagte der Gazprom-Vize.
Im September 2008 hatten Gazprom, der französische Energiekonzern Total und das staatliche bolivianische Öl- und Gasunternehmen YPFB ein Memorandum über die gemeinsame Erschließung von Gasfeldern und über die Gasgewinnung in Bolivien unterzeichnet. Vorgesehen war auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, worüber Gazprom und YFPB bereits im Februar 2007 eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten.
Bolivien hat mit geschätzt 1,5 Billionen Kubikmeter Gas die drittgrößten Reserven Lateinamerikas nach Venezuela und Trinidad und Tobago. Mehr als 80 Prozent des bolivianischen Gases lagern in den Feldern Margarita, San Alberto, Sabalo und Itau im Osten des Landes.
Bolivien, Venezuela, Trinidad und Tobago und Russland gehören zum sogenannten Forum Gas exportierender Länder (GECF) mit Sitz in Doha. In der Organisation sind ferner Ägypten, Algerien, Brunei, Indonesien, der Iran, Katar, Libyen, Malaysia, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vertreten. Norwegen hat beim GECF einen Beobachterstatus.

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