Wirtschaft
Moskau und Kiew vereinbaren neue Gas-Preise
Thema: Neuer Gasstreit Russland - Ukraine
MOSKAU, 16. April (RIA Novosti). Die Kritik des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch am geltenden Gas-Vertrag mit Russland zeigt offenbar Wirkung: Die Regierungen in Moskau und Kiew haben neuen Preis-Vereinbarungen zugestimmt.
Wie ein russischer Regierungssprecher am Freitagnachmittag bestätigte, stützen sich die neuen Gaspreis-Vereinbarungen auf Janukowitschs Vorschläge. Nun sollen sie durch ein russisches Regierungsdekret besiegelt werden: „Regierungschef Wladimir Putin hat angeordnet, den entsprechenden Entwurf in nächster Zeit vorzulegen“. Wie sich die Preise konkret ändern sollen, wollte der Sprecher nicht sagen.
Dieser Erklärung waren am Freitag Verhandlungen zwischen dem Vorstand des russischen Energieriesen Gazprom und dem ukrainischen Energieminister Juri Boiko in Moskau vorausgegangen. Nach Angaben von Gazprom wurden dabei Liefer- und Transitverträge mit der Ukraine erörtert.
Nach seinem Amtsantritt Ende Februar hatte Janukowitsch angekündigt, er wolle den geltenden Gas-Vertrag mit Russland revidieren. Die Ukraine zahle zu viel für das russische Gas. Bei anderen Differenzen mit der russischen Führung, die unter seinem Vorgänger Viktor Juschtschenko entstanden waren, zeigte sich Janukowitsch dagegen kompromissbereit. Bei seinem Moskau-Besuch in März versprach Janukowitsch unter anderem eine gegenseitig akzeptable Lösung des Streites um die russische Schwarzmeerflotte, deren Verbleib in der Ukraine der Kreml anstrebt.

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