Wirtschaft
Minsk will mit Flüssiggas Abhängigkeit von Moskau reduzieren

Minsk will mit Flüssiggas Abhängigkeit von Moskau reduzieren
© RIA Novosti. Andrey AlexandrovMINSK, 25. August (RIA Novosti).
Weißrussland sucht neue Wege für seine Gasimporte, erwartet große Öllieferungen aus Venezuela und dem Iran und will mehr als neun Milliarden US-Dollar für den geplanten AKW-Bau ausgeben.
Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Energiestrategie hervorgeht, will sich Weißrussland aktiver an Gasprojekten im Ausland beteiligen, aber auch Flüssiggas über Litauen, Polen und die Ukraine einführen. Wenn in diesen Nachbarländer Flüssiggas-Terminals entstünden, bekomme Weißrussland auf diesem Weg bis zehn Milliarden Kubikmeter jährlich: „Das wird die Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus Russland deutlich reduzieren“. Im Juli hatte Litauens Regierung ein Flüssiggas-Terminal in Aussicht gestellt.
Weißrussland bestätigte nun auch seine geplanten Ölprojekte im Iran. Zurzeit bereite sich ein weißrussisch-iranisches Unternehmen auf die Ölförderung am Ölfeld Jufeir. Es sei geplant, 9,3 Millionen Tonnen Öl binnen zehn Jahren dort zu gewinnen. Ab 2013 rechne Weißrussland mit Öllieferungen vom venezolanischen Vorkommen Junin-1. Die jährliche Fördermenge erreiche dort laut optimistischen Prognosen 11,6 Millionen Tonnen jährlich.
Wie es weiter hieß, gibt Weißrussland von 2011 bis 2020 mehr als neun Milliarden US-Dollar für die Errichtung eines Atomkraftwerkes aus. Der erste Reaktor soll 2016, der zweite 2018 in Betrieb gehen. Wie zuvor mitgeteilt wurde, soll das AKW von russischen Fachkräften und mit einem russischen Kredit gebaut werden.

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Zweiter Strang der Gasleitung Minsk-Vilnius-Kaunas-Kaliningrad vollendet

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