Wirtschaft
Kiew gibt neuem Gasimport-Weg hohe Priorität

Viktor Janukowitsch
© RIA Novosti. Alexei DruschininMOSKAU, 25. August (RIA Novosti).
Die Regierung in Kiew bekräftigt ihre Pläne für den Bau eines Terminals, das Flüssiggas-Importe auf dem Seeweg ermöglichen und damit die Energieabhängigkeit von Russland reduzieren soll.
Am Mittwoch wurden in Kiew zehn vorrangige „Nationalprojekte“ im Wirtschafts-, Sozial- und Umweltbereich vorgestellt. Präsident Viktor Janukowitsch sagte, sie seien für die wirtschaftliche Sicherheit der Ukraine maßgeblich wichtig.
Eines dieser Projekte heißt „Neue Energie“ und sieht den zuvor angekündigten Bau eines Flüssiggas-Terminals vor, wie die ukrainische Agentur UNIAN meldete. Das Projekt werde die Ukraine vom bestehenden Gasimport-Monopol befreien, sagte Wladislaw Kaskiw, der die zuständige Task Force am staatlichen Komitee für Wirtschaftsreformen leitet.
Die Agentur UKRINFORM zitierte Energieminister Juri Boiko mit den Worten, mit einem Flüssiggas-Terminal an der Schwarzmeerküste werde die Ukraine Erdgas um ein Viertel billiger importieren können. Zurzeit bezieht die Ukraine Erdgas via Pipelines aus Russland.
In seiner am Mittwoch veröffentlichten Energiestrategie hatte auch Weißrussland erklärt, seine Importabhängigkeit von Russland könne durch Flüssiggas-Importe reduziert werden: Wenn in den Nachbarländern Flüssiggas-Terminals entstünden, bekomme Weißrussland auf diesem Weg bis zehn Milliarden Kubikmeter jährlich.

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Ukraine bezieht wegen Kälte deutlich mehr russisches Gas

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