
Russland will alle bemannten Raumschiffe bereits ab 2018 von seinem geplanten Raumbahnhof Wostotschny im fernöstlichen Amur-Gebiet ins All schicken. Der erste Startkomplex soll bereits 2015 in Betrieb genommen werden.
Das gab der russische Vizepremier Sergej Iwanow am Samstag in einer Pressekonferenz bekannt.
„Noch drei Jahre davor werden von diesem Raumbahnhof bereits Trägerraketen mit Frachten und Satelliten an Bord starten“, so Iwanow. Gegenwärtig benutzt Russland für seine Weltraumprojekte den Raumbahnhof Baikonur in Kasachstan.
Die russische Regierung habe trotz Krise 628 Millionen Euro für den Bau des ersten Startplatzes bereitgestellt. Iwanow zufolge soll rund um den Raumbahnhof eine Stadt für etwa 40 000 Einwohner mit einer gut entwickelten Infrastruktur errichtet werden.
Auch der russische Premier Wladimir Putin sagte am Samstag in einer Beratung auf dem Raumbahnhof Wostotschny, dass für so eine Weltraummacht wie Russland ein eigener Raumbahnhof notwendig sei, damit das Land alle seine Bedürfnisse decken könne.
Der neue Raumbahnhof soll nach den neusten Technologien gebaut werden und die technologische Führerschaft Russlands auf diesem Gebiet bekräftigen.
„Es ist auch sehr wichtig, dass mit der Verwirklichung dieses Projektes Hunderte, oder sogar Tausende Fachleute die Möglichkeit bekommen werden, ihre Talente zu entfalten und ihre Chancen zu nutzen“, so Putin.
Der Bau des Raumbahnhofes Wostotschny werde auch die Entwicklung der fernöstlichen Regionen Russlands fördern.