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Bagdad erkennt RWE-Gasabkommen mit Kurden nicht an

Bagdad erkennt RWE-Gasabkommen mit Kurden nicht an
14:53 30/08/2010
MOSKAU, 30. August (RIA Novosti).

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Das irakische Ölministerium hat den Kooperationsvertrag zwischen dem deutschen Energieunternehmen RWE und der kurdischen Regionalregierung als illegitim zurückgewiesen.

Wie das Ministerium am Montag mitteilte, ist allein die staatliche irakische Ölagentur SOMO (State Oil Marketing Organisation) berechtigt, Vereinbarungen über Öl- und Gasexport zu schließen.

Ende voriger Woche berichtete RWE, dass das Unternehmen im Rahmen eines mit der kurdischen Regionalregierung geschlossenen Vertrages beabsichtige, beim Aufbau des Gasnetzes im Norden des Iran zu helfen sowie einheimische Ingenieure und Top-Manager auszubilden.
Der kurdische Minister für Naturschätze Ashti Hawrami sagte zu dem Abkommen, dass die Belieferung der Gasleirung Nabucco mit 20 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr zu den wichtigsten Aufgaben der kurdischen Regierung zählt.
Kurdistan ist zwischen vier Staaten, der Türkei, dem Iran, dem Irak und Syrien, verteilt. Der Norden des Irak ist überwiegend von Kurden bewohnt, die ein Autonomiestatut haben.

Für Konflikte sorgt aber immer wieder die Ausbeutung der Bodenschätze.
Über die 3 300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline soll unter Umgehung Russlands Erdgas aus Aserbaidschan, Turkmenistan und Irak quer durch die Türkei über Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Europa gebracht werden. Die Pipeline soll eine Durchsatzkapazität von rund 31 Milliarden Kubikmeter jährlich haben, was 2020 nicht mehr als fünf Prozent des Bedarfs der EU ausmachen wird. Die Inbetriebnahme ist für 2013 geplant.
Gesellschafter des Projektes sind OMV (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und RWE (Deutschland). Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 7,9 Milliarden Euro.

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