
Nach einem Pipelineunfall in der osttürkischen Provinz Agri hat Russland die Gaslieferungen an die Türkei um fünf auf 42 Millionen Kubikmeter am Tag aufgestockt.
Das teilte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Montag mit. An der Pipeline in Agri, durch die Gas aus dem benachbarten Iran an die türkischen Verbraucher strömte, hat es am Mittwoch vergangener Woche eine Explosion gegeben. Daraufhin hatte Gazprom bereits die Tageslieferungen durch die Schwarzmeer-Leitung Blauer Strom auf 37 Millionen Kubikmeter verdoppelt.
„Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten hat Gazprom die Tageslieferungen am 28. August um fünf auf 42 Millionen Kubikmeter aufgestockt“, sagte der Sprecher. Der russische Konzern sei bereit, mehr Gas zu liefern, solange es notwendig sei.
Die Türkei ist der zweitgrößte Importeur russischen Gases hinter Deutschland. Im vergangenen Jahr hatte das Land 20 Milliarden Kubikmeter Gas bei Russland gekauft. In diesem Jahr sollen insgesamt 30 Milliarden Kubikmeter geliefert werden.