Wirtschaft
Ukraine will Deutschland als Partner bei Modernisierung ihres Pipelinenetzes

Ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch
© RIA Novosti. Andrey MoisenkoBERLIN, 30. August (RIA Novosti).
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Kiew will EBWE an Modernisierung von Gaspipelinenetz beteiligen
Präsident Viktor Janukowitsch hat während seines Besuchs in Berlin Deutschland angeboten, bei der geplanten Modernisierung der ukrainischen Gaspipelines, durch die fast vier Fünftel des russischen Gases nach Europa fließen, mitzuwirken.
„Wie sehen Deutschland als Partner bei der bevorstehenden Erneuerung des ukrainischen Gastransportsystems. Heute habe ich ein entsprechendes Angebot unterbreitet“, sagte Janukowitsch am Montag. Die Ukraine möchte ein zuverlässiger Partner sowohl für den Gaslieferanten Russland als auch für den Verbraucher EU sein.
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte ihrerseits, die mögliche Beteiligung Deutschlands an dem Projekt werde auf dem Energieforum im Herbst in der Ukraine eingehend erörtert.Das ukrainische Gaspipelinenetz ist mit einer Gesamtlänge von 37 500 Kilometern das zweitgrößte Pipelinesystem in Europa. Durch das Leitungsnetz, zu dem außerdem 71 Verdichterstationen und 13 Untergrundspeicher gehören, fließen fast 80 Prozent des russischen Gases nach Europa. Die meisten Rohrleitungen sind noch zur Sowjetzeit gebaut worden und deshalb dringend renovierungsbedürftig.
Vor rund anderthalb Jahren hatten die Ukraine und die EU eine gemeinsame Deklaration über die Modernisierung des ukrainischen Gaspipelinenetzes unterzeichnet. Geplant war, Milliarden Euro in das Projekt zu investieren und einen transparenten Gasmarkt zu schaffen. Dabei wurde der wichtigste Gaslieferant, Russland, nicht zu den Gesprächen eingeladen und im Grunde genommen außen vor gelassen.
Moskau reagierte verärgert darauf. Präsident Dmitri Medwedew ließ sogar die Regierungskonsultationen mit Kiew aussetzen, solange die strittigen Aspekte der Deklaration nicht geklärt seien. Regierungschef Wladimir Putin drohte der EU mit einer Revision der Beziehungen, wenn die russischen Interessen weiter missachtet würden. Später versicherten Kiew und Brüssel, dass sie auch Russland gerne bei dem Projekt sehen würden.

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