RIA Novosti

Neuer Öl-Alarm nicht ohne Folgen für US-Wirtschaft

10:09 03/09/2010

Obwohl die US-Behörden den Ölaustritt bei der jüngsten Bohrplattform-Panne vor Louisiana dementiert haben, schürt dieser Zwischenfall Ängste vor einer neuen Ölpest. Vor Kanadas Küste hat unterdessen ein Tanker Probleme.

Obwohl die US-Behörden den Ölaustritt bei der jüngsten Bohrplattform-Panne vor Louisiana dementiert haben, schürt dieser Zwischenfall Ängste vor einer neuen Ölpest. Vor Kanadas Küste hat unterdessen ein Tanker Probleme.

Die US-Küstenwache dementierte ihre eigenen Berichte über einen 1,5 Kilometer langen Ölfleck vor der Louisiana-Küste. Am Donnerstag war es zu einer Explosion an einer dortigen Bohrplattform des Unternehmens Mariner Energy gekommen, ein Arbeiter wurde verletzt.

Die Experten beschwichtigen die Öffentlichkeit. „Das ist ein Routine-Zwischenfall, der sich in jedem Öl- oder Gasbetrieb ereignen kann“, sagte Jim Noe, Vizepräsident von Hercules Offshore Inc.

Trotzdem löste die Panne zunächst Panikstimmung aus, denn die Amerikaner befürchteten ein neues Öldesaster wie jenes mit der BP-Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Nach einem Brand im April waren dort insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl ins Wasser ausgetreten.  

Der jüngste Zwischenfall vor Louisiana sei im Vergleich zum BP-Desaster zwar nur ein „Knallbonbon“, aber doch ein Misserfolg, sagte Fadel Gheit, Analyst von Oppenheimer & Co. Reuters zitierte Rick Mueller von Energy Security Analysis mit den Worten, die neue Panne werde das Verbot für Offshore-Bohrungen untermauern.

Das kanadische Verkehrsministerium teilte unterdessen mit, eine Tanker-Havarie in der Nordwestpassage habe keinen Ölaustritt verursacht. Der Tanker „Nanny“ war am Donnerstag 50 Kilometer südwestlich von Gjoa Haven auf eine Sandbank aufgefahren.

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