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Studie: Russische Unternehmen sind die korruptesten – "RBC Daily"

Studie: Russische Unternehmen sind die korruptesten  – "RBC Daily"
14:58 03/11/2011
MOSKAU, 03. November (RIA Novosti).

Russland ist der weltweite Spitzenreiter bei Schmiergeldzahlungen im Ausland, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Donnerstag.

Das geht aus einem Bericht von Transparency International hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

An der Studie nahmen mehr als 3000 Unternehmen aus 28 Ländern teil. Nach Tranparency-Angaben handelt es sich um die weltweit größten Investoren und Exporteure, die befragt wurden, wie häufig sie Beamte im Ausland schmieren mussten.

Kein einziges Land ist korruptionsfrei. Fast „clean“ sind die Schweiz und die Niederlande, die im Ranking jeweils 8,8 von insgesamt zehn Punkten erhalten haben. Der Durchschnitt liegt bei 7,8 Punkten. Besonders korrupt sind russische und chinesische Firmen (jeweils 6,1 und 6,5 Punkte).

Außerdem gaben Unternehmen aus Indonesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Argentinien, Saudi-Arabien, der Türkei, Indien und Taiwan zu, Bestechungsgelder zu zahlen.

Die Ergebnisse der Studie rufen große Besorgnis bei der Transparency International hervor. „Wenn man bedenkt, dass Russland und China immer aktiver auf dem Weltmarkt sind, übt die dortige Korruption einen großen Einfluss auf die Gesellschaft sowie auf die Fähigkeit ihrer Unternehmen zu fairen Geschäften aus“, heißt im Bericht.

Besonders häufig müssen ausländische Unternehmen bei der Schließung von Staatsverträgen, in der Kommunal- und in der Bauwirtschaft zu Bestechungsgeldern greifen. Sauber sind dagegen die Landwirtschaft und die Leichtindustrie.

Das Korruptionsranking wurde zum sechsten Mal erstellt. Russland ist bereits 2002 und 2008 das Schlusslicht in Bezug auf die Fairness seiner Unternehmen.

„Die Platzierung der russischen Unternehmen ist nicht überraschend“, sagte Elena Panfilowa, Chefin von Transparency International Russia. „Man hätte auch nicht erwarten können, dass sie sauberer als die Staatsstrukturen wären. Wenn es auf dem Inlandsmarkt keine strengen Strafen gibt, dann wird diese dreckigen Geschäfte auch ins Ausland „exportiert“. In Russland beginnen ja alle Geschäftsverhandlungen mit dem Thema Cashback“, so die Expertin.

„Die Unternehmer sind an die russischen Marktbedingungen gewohnt und lösen ihre Probleme auch im Ausland mit ähnlichen Mitteln“, stimmte Irina Rukina vom Komitee für Bestechungsbekämpfung zu. „Auch ausländische Unternehmer müssen in Russland Beamte schmieren. Die Konzerne Hewlett Packard und Daimler in Russland wurden bereits überführt. In der Heimat ist ihr Image positiv. Aber in Russland herrschen andere Spielregeln, die sie akzeptieren müssen.“

„Der Bericht ist der „Export-Korruption“ gewidmet, aber nicht der russischen Korruption an sich“, stellte der Präsident des Instituts für nationale Strategie, Michail Remisow, fest. „Im Ranking steht Russland auf Augenhöhe mit China, das seine Wirtschaftsinteressen im Ausland konsequent expandiert. Die Korruption ist eines der Instrumente dieser globalen Expansion“, ergänzte er.

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