Wirtschaft
Russlands Experten: Euro-Kurs weiter im Abwärtstrend, Schuldenkrise vertieft sich

Russlands Experten: Euro-Kurs weiter im Abwärtstrend, Schuldenkrise vertieft sich
© RIA Novosti. Mikhail KutusowMOSKAU, 31. Januar (RIA Novosti).
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In den nächsten anderthalb Jahren wird der Euro-Kurs laut einer Prognose des ehemaligen russischen Vizepremiers und Ex-Ministers Alexej Kudrin nach unten gehen.
„Meiner Meinung nach wird der Euro in den nächsten eineinhalb Jahren vor dem Hintergrund der Volatilität sinken“, schreibt der bekannte Wirtschaftsexperte Kudrin im Twitter.
Wie der Ex-Finanzminister zuvor erklärte, hat die Währungskrise im Euro-Raum bereits begonnen. Nach Kudrins Prognose werden ein bis drei Länder den Euro-Raum verlassen, das stehe zu 90 Prozent fest.
Eine besonders kritische Situation mit den Schulden ist nach Kudrins Worten in Griechenland, Irland und Portugal entstanden. In der nahen Zukunft können nach seiner Prognose auch Spanien und Italien in die Zone des hohen Risikos einsteigen.
Kudrin zufolge wird das Wachstum der Weltwirtschaft 2012 wegen der zweiten Krisenwelle unter der früheren Prognose von 3,3 Prozent liegen. Der Euro-Raum werde sich im Epizentrum der Krise befinden, weil die Schuldenkrise die Aussichten des Euro-Raums und die Zukunft der Europäischen Union im Ganzen wesentlich verschlechtern werde.
Wie die russische Wirtschaftsministerin, Elwira Nabiullina, zuvor sagte, erlebt die EU-Wirtschaft eine Rezession, das Wirtschaftsvolumen wird 2012 laut Ministeriumsprognose um 0,6 Prozent schrumpfen, das Wachstumstempo wird bis auf minus 0,6 Prozent sinken.
Nabiullina zufolge werden die EU-Länder die Wirtschafts- und Finanzkrise allein mit Reduzierung der Staatsschulden, mit Kürzung von Ausgaben und des Haushaltsdefizits nicht überwinden können.
Die Hauptursache für die Krise in den EU-Wirtschaften sieht die Ministerin in der zurückgegangenen Konkurrenzfähigkeit der europäischen Waren.

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