Wirtschaft
Gazprom: Fertigbau von Nord und South Stream macht Ukraine-Gastransit überflüssig (Überblick)
Thema: Gasstreit mit Russland: Ukraine bemüht sich um Preisrevision

Gazprom: Fertigbau von Nord und South Stream macht Ukraine-Gastransit überflüssig (Überblick)
© AFP/ Sergei SupinskyMOSKAU/KIEW, 22. Februar (RIA Novosti).
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Nach der Fertigstellung der Gaspipeline South Stream und dem Ausbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream wird die Bedeutung der Ukraine als eines Gastransitlandes auf Null sinken.
Das erklärte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Mittwoch in Moskau. Gazprom habe bereits jetzt schon eigene Transportkapazitäten in Weißrussland und im Schwarzmeerraum. Nach der Inbetriebnahme von South Stream werde Russland beim Gasexport nicht mehr auf die Ukraine angewiesen sein, hieß es.
Am Mittwoch hatte Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller der Ukraine vorgeworfen, in den ersten beiden extrem kalten Februar-Wochen etwa 40 Millionen Kubikmeter russischen Gases illegal aus der Exportleitung abgezapft zu haben. "Das hat dem Ansehen von Gazprom geschadet und dem Konzern finanzielle Verluste beigebracht", betonte Miller.
Der ukrainische nationale Versorger Naftogaz wies jegliche Anschuldigungen zurück. "Seit Beginn 2012 hat Naftogaz keinen einzigen Kubikmeter Gas aus der Transitpipeline abgeleitet, über die russisches Gas nach Europa fließt", heißt es in einer am Mittwoch in Kiew veröffentlichten Erklärung des ukrainischen Konzerns.
Die Ukraine habe Gazprom Hilfe angeboten, indem mehr Gas aus ukrainischen Speichern für den Westen abgezapft werde. Aber Gazprom habe abgelehnt, hieß es in Kiew.

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